§34a Prüfungsfragen: Grundzüge der Sicherheitstechnik
55 Übungsfragen zu Grundzüge der Sicherheitstechnik — mit Musterlösung und Erklärung zu jeder Frage. In der schriftlichen IHK-Prüfung entfallen 7 von 82 Fragen (11 Punkte) auf dieses Sachgebiet. Diese Seite zeigt Fragen 1–20 (Teil 1 von 3).
Prüfungsnahe Übungsfragen von Safe Cologne SEC, keine offiziellen IHK-Prüfungsfragen.
Fragen 1–20 von 55
Frage 1: Aus welchen drei Faktoren entsteht ein sinnvolles Sicherheitskonzept?
- A)Videoüberwachung, Alarmanlage, Wachpersonal
- B)Bauliche Maßnahmen, Versicherungsschutz, Notrufnummern
- C)Mechanische Sicherungseinrichtungen, elektronische Sicherungstechnik, organisatorische Maßnahmen
- D)Zäune, Schlösser, Kameras
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Richtige Antwort: C) Mechanische Sicherungseinrichtungen, elektronische Sicherungstechnik, organisatorische Maßnahmen
Die Sicherheit von Personen und Objekten beruht auf dem Zusammenspiel von mechanischen Sicherungseinrichtungen, elektronischer Sicherungstechnik und organisatorischen Maßnahmen.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Videoüberwachung, Alarmanlage, Wachpersonal
- Videoüberwachung, Alarmanlage und Wachpersonal sind einzelne technische bzw. organisatorische Maßnahmen, aber nicht die drei Säulen – die mechanische Sicherung als Grundlage fehlt hier komplett.
- Bauliche Maßnahmen, Versicherungsschutz, Notrufnummern
- Bauliche Maßnahmen decken nur den mechanischen Teil ab; Versicherungsschutz verhindert keinen Schaden, sondern ersetzt ihn, und Notrufnummern allein sind noch keine organisatorische Sicherung.
- Zäune, Schlösser, Kameras
- Zäune, Schlösser und Kameras sind nur einzelne mechanische bzw. elektronische Beispiele, nicht die drei Säulen – die organisatorische Komponente fehlt hier ganz.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 2: Was beschreibt die "Widerstandszeit" einer mechanischen Sicherung?
- A)Wie viele unterschiedliche Angriffsarten eine Barriere aushält
- B)Wie lange eine Barriere einem bestimmten Angriff standhalten kann
- C)Die Zeit, bis eine Alarmanlage einen Einbruch erkennt
- D)Die Lebensdauer des Materials einer Sicherung
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Richtige Antwort: B) Wie lange eine Barriere einem bestimmten Angriff standhalten kann
Die Widerstandszeit gibt an, wie lange eine Barriere einem bestimmten Angriff standhält, z. B. eine Ziegelmauer gegen einen Bohrhammer.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Wie viele unterschiedliche Angriffsarten eine Barriere aushält
- Das beschreibt eher den Widerstandswert, der verschiedene Sicherungen gegen eine Angriffsart vergleicht, nicht die Widerstandszeit, die die Standdauer gegen einen konkreten Angriff misst.
- Die Zeit, bis eine Alarmanlage einen Einbruch erkennt
- Das betrifft die Erkennungszeit elektronischer Sicherungstechnik, nicht die Widerstandszeit einer mechanischen Barriere gegen einen konkreten Angriff.
- Die Lebensdauer des Materials einer Sicherung
- Materialalterung hat mit dem Widerstand gegen einen aktiven Angriff nichts zu tun; die Widerstandszeit bezieht sich auf den Angriffsfall, nicht auf Verschleiß.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 3: Warum werden Mauern als Einfriedung trotz hoher Widerstandszeit eher selten eingesetzt?
- A)Weil sie keinen Widerstand gegen Übersteigen bieten
- B)Weil sie hohe Kosten verursachen, die Vorfeldbeobachtung behindern und wenig akzeptiert werden
- C)Weil sie gesetzlich verboten sind
- D)Weil sie leichter zu untergraben sind als Zäune
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Richtige Antwort: B) Weil sie hohe Kosten verursachen, die Vorfeldbeobachtung behindern und wenig akzeptiert werden
Trotz hoher Widerstandszeit werden meist andere Einfriedungen gewählt, da Mauern hohe Kosten verursachen, ein Sichthindernis bei der Vorfeldbeobachtung darstellen und wegen der Sichtbeschränkung wenig akzeptiert werden.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Weil sie keinen Widerstand gegen Übersteigen bieten
- Falsch – Mauern bieten gerade eine hohe Widerstandszeit auch gegen Übersteigen; der Grund für den seltenen Einsatz liegt in Kosten, Sichtbehinderung und Akzeptanz.
- Weil sie gesetzlich verboten sind
- Mauern sind nicht gesetzlich verboten; sie werden aus praktischen und wirtschaftlichen Gründen seltener gewählt als andere Einfriedungen.
- Weil sie leichter zu untergraben sind als Zäune
- Im Gegenteil, Mauern gelten als besonders widerstandsfähig; das Argument gegen sie sind Kosten und Sichthindernis, nicht mangelnder Schutz gegen Untergraben.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 4: Welche Zaunhöhe gilt in der Sicherheitstechnik als Faustregel für ausreichenden Schutz gegen einfaches Übersteigen?
- A)2,5 Meter
- B)1,2 Meter
- C)0,8 Meter
- D)3,5 Meter
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Richtige Antwort: A) 2,5 Meter
Als Faustregel gelten 2,5 m als ausreichender Schutz gegen einfaches Übersteigen; die tatsächlich erforderliche Höhe hängt vom konkreten Schutzbedarf des Objekts ab und muss örtliche Bauvorschriften berücksichtigen.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- 1,2 Meter
- 1,2 Meter sind deutlich zu niedrig und bieten praktisch keinen Schutz gegen Übersteigen.
- 0,8 Meter
- 0,8 Meter entspricht eher der empfohlenen Fundamenttiefe gegen Untergraben, nicht der Zaunhöhe gegen Übersteigen.
- 3,5 Meter
- 3,5 Meter ist nicht der gebräuchliche Richtwert: Als Faustregel gelten 2,5 m, und örtliche Bauvorschriften begrenzen die zulässige Zaunhöhe oft ohnehin.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 5: Ein Wachmann stellt fest, dass an einem Objekt zwar ein 2,5 m hoher Zaun errichtet wurde, das zugehörige Einfahrtstor aber nur 1,2 m hoch ist. Was ist daran aus sicherheitstechnischer Sicht problematisch?
- A)Nichts, da Tore ohnehin nie so hoch wie der Zaun sein müssen
- B)Tore, Türen und Drehkreuze müssen den Sicherheitsmerkmalen der zugehörigen Umfriedung entsprechen
- C)Das Tor benötigt lediglich eine Ordnungsfunktion, keine Sicherungsfunktion
- D)Die Zaunhöhe ist ohnehin nur eine Empfehlung ohne praktische Relevanz
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Richtige Antwort: B) Tore, Türen und Drehkreuze müssen den Sicherheitsmerkmalen der zugehörigen Umfriedung entsprechen
Durchlässe wie Tore müssen hinsichtlich ihrer Sicherheitsmerkmale der dazugehörigen Umfriedung entsprechen, da ein niedrigeres Tor die Schutzwirkung des hohen Zauns unterläuft.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Nichts, da Tore ohnehin nie so hoch wie der Zaun sein müssen
- Falsch – genau das ist das Problem: Ein niedrigeres Tor unterläuft die Schutzwirkung des hohen Zauns und wird selbst zur Schwachstelle.
- Das Tor benötigt lediglich eine Ordnungsfunktion, keine Sicherungsfunktion
- Das verwechselt ein Einfahrtstor mit einer Schranke; ein Tor in einer Umfriedung muss dieselbe Sicherungsfunktion erfüllen wie der Zaun.
- Die Zaunhöhe ist ohnehin nur eine Empfehlung ohne praktische Relevanz
- Die Empfehlung bleibt relevant, weil ein Angreifer sich gezielt die schwächste Stelle sucht – hier das niedrige Tor.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 6: Warum gilt für die Einbruchsicherheit einer Tür der Grundsatz „Eine Tür ist nur so sicher wie ihr schwächstes Bauteil“?
- A)Weil ausschließlich die Türklinke für die Einbruchsicherheit entscheidend ist
- B)Weil ausschließlich die Türbänder für die Einbruchsicherheit entscheidend sind
- C)Weil ausschließlich das Türblatt für die Einbruchsicherheit entscheidend ist
- D)Weil Zarge, Türblatt, Bänder, Schloss und Beschläge nur im Zusammenspiel Schutz bieten – ein einzelnes schwaches Bauteil macht die übrigen wirkungslos
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Richtige Antwort: D) Weil Zarge, Türblatt, Bänder, Schloss und Beschläge nur im Zusammenspiel Schutz bieten – ein einzelnes schwaches Bauteil macht die übrigen wirkungslos
Eine einbruchhemmende Tür ist ein Gesamtsystem aus Zarge, Türblatt, Türbändern, Türschloss, Schließblech und Beschlägen. Sind alle Bauteile bis auf eines hochwertig, kann ein Angreifer gezielt genau dieses schwache Bauteil angreifen – deshalb muss das Sicherheitsniveau aller Bauteile aufeinander abgestimmt sein.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Weil ausschließlich die Türklinke für die Einbruchsicherheit entscheidend ist
- Die Türklinke gehört zwar zu den Beschlägen, ist aber nur eines von mehreren Bauteilen; eine Tür ist so sicher wie ihr schwächstes Teil, etwa Zarge, Bänder oder Schloss.
- Weil ausschließlich die Türbänder für die Einbruchsicherheit entscheidend sind
- Türbänder sind nur eines von mehreren möglichen schwachen Bauteilen einer Tür, nicht das einzige entscheidende.
- Weil ausschließlich das Türblatt für die Einbruchsicherheit entscheidend ist
- Auch das Türblatt ist nur eine mögliche Schwachstelle unter mehreren, keine ausschließlich entscheidende.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 7: Welche Widerstandsklasse nach DIN EN 1627 bietet Widerstand gegen Hebelwerkzeuge bis hin zum "Kuhfuß"?
- A)RC 1 N
- B)RC 3
- C)RC 2
- D)RC 5
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Richtige Antwort: B) RC 3
RC 3 leistet Widerstand gegen Hebelwerkzeuge bis hin zum Kuhfuß (70 cm), während RC 2 nur gegen einfache Hebelwerkzeuge schützt. Maßgeblich ist dabei stets die jeweils aktuelle Ausgabe der DIN EN 1627, und die Klasse bewertet immer das geprüfte Gesamtbauelement, nicht ein einzelnes Bauteil.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- RC 1 N
- RC 1 N bietet praktisch keinen Werkzeugwiderstand und schützt nicht gegen Hebelwerkzeuge wie den Kuhfuß.
- RC 2
- RC 2 schützt nur gegen einfache Hebelwerkzeuge; Widerstand bis zum stärkeren Kuhfuß leistet erst RC 3.
- RC 5
- RC 5 wehrt bereits Elektrowerkzeuge wie Stichsäge und Winkelschleifer ab – eine höhere Angriffsstufe als der Kuhfuß.
DIN EN 1627Dazu nachlesen →Frage 8: Welches Schloss erfordert einen mehrfach gestuften Schlüsselbart, um alle Zuhaltungen zu betätigen, und kann je nach Anzahl der Zuhaltungen einen sehr hohen Sicherheitswert erreichen?
- A)Das Buntbartschloss
- B)Das Besatzungsschloss
- C)Das Kombinationsschloss
- D)Das Zuhaltungsschloss (Chubb-Schloss)
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Richtige Antwort: D) Das Zuhaltungsschloss (Chubb-Schloss)
Das Zuhaltungsschloss (Chubb-Schloss) erfordert einen mehrfach gestuften Schlüsselbart, um alle Zuhaltungen zu betätigen; ab 6 bis 7 Zuhaltungen kann der Sicherheitswert sehr hoch sein.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Das Buntbartschloss
- Das Buntbartschloss hat kaum Sicherheitswert; einen mehrfach gestuften Bart, der alle Zuhaltungen einzeln betätigen muss, braucht dagegen das Zuhaltungsschloss.
- Das Besatzungsschloss
- Beim Besatzungsschloss muss der Bart nur zum Stahlbesatz im Schloss passen; das bringt wenig Sicherheit und entspricht nicht dem gestuften Bart des Zuhaltungsschlosses.
- Das Kombinationsschloss
- Das Kombinationsschloss öffnet über eine geheime Zahlenkombination, nicht über einen gestuften Schlüsselbart mit Zuhaltungen.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 9: Bei welcher Art von Schließanlage öffnet ein übergeordneter Schlüssel zusätzlich zu den Einzelschlüsseln alle Schlösser der Anlage?
- A)Zentralschlossanlage
- B)Generalhauptschlüsselanlage nur für den Hausmeister
- C)Hauptschlüsselanlage
- D)Einzelschlüsselanlage
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Richtige Antwort: C) Hauptschlüsselanlage
Bei der Hauptschlüsselanlage hat jedes Schloss zwar einen eigenen Einzelschlüssel, zusätzlich gibt es aber einen Hauptschlüssel, der alle Schlösser schließen kann.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Zentralschlossanlage
- Bei der Zentralschlossanlage öffnet der Einzelschlüssel nur die eigene Tür plus eine zentrale Tür, kein Schlüssel öffnet alle Schlösser.
- Generalhauptschlüsselanlage nur für den Hausmeister
- Die Generalhauptschlüsselanlage ist eine ganze Schließhierarchie mit mehreren Ebenen, nicht auf den Hausmeister beschränkt.
- Einzelschlüsselanlage
- Bei der Einzelschlüsselanlage passt jeder Schlüssel nur zu seinem eigenen Schloss; es gibt keinen übergeordneten Schlüssel.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 10: Welche Konsequenz kann der Verlust eines Generalhauptschlüssels (GHS) haben?
- A)Keine, da GHS leicht ersetzbar sind
- B)Lediglich den Austausch eines einzelnen Schlosses
- C)Nur eine geringe Verwaltungsgebühr
- D)Im ungünstigsten Fall den Austausch aller betroffenen Schließzylinder der gesamten Anlage
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Richtige Antwort: D) Im ungünstigsten Fall den Austausch aller betroffenen Schließzylinder der gesamten Anlage
Weil ein Generalhauptschlüssel alle Schlösser der Anlage öffnet, lässt sich nach seinem Verlust nicht mehr sicher ausschließen, dass ein Unbefugter damit Zugang erhält – im ungünstigsten Fall müssen deshalb alle betroffenen Schließzylinder der gesamten Anlage ausgetauscht werden. Umfang und Kosten hängen von der Größe der jeweiligen Anlage ab; eine pauschale Schadenssumme lässt sich dafür nicht seriös angeben.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Keine, da GHS leicht ersetzbar sind
- Falsch – gerade weil der GHS alle Schlösser öffnet, kann sein Verlust den Austausch der gesamten Anlage erzwingen.
- Lediglich den Austausch eines einzelnen Schlosses
- Das unterschätzt die Tragweite; da der GHS die gesamte Hierarchie öffnet, kann im Zweifel die komplette Anlage betroffen sein, nicht nur ein einzelnes Schloss.
- Nur eine geringe Verwaltungsgebühr
- Das verharmlost die Folgen; im ungünstigsten Fall steht der Austausch der gesamten Schließanlage an, keine bloße Verwaltungsgebühr.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 11: Was gilt als die größte Schwachstelle eines Fensters?
- A)Der Rahmenfries
- B)Das Fenstersims
- C)Die Verglasung
- D)Die Fensterbänder
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Richtige Antwort: C) Die Verglasung
Angriffe können sich gegen verschiedene Bauteile richten, doch die größte Schwachstelle eines Fensters ist ausdrücklich die Verglasung.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Der Rahmenfries
- Der Rahmenfries kann zwar angegriffen werden, gilt aber nicht als größte Schwachstelle; das ist die Verglasung, die ohne Sicherheitsverglasung am leichtesten zu überwinden ist.
- Das Fenstersims
- Das Fenstersims ist kein primäres Angriffsziel und nicht die größte Schwachstelle eines Fensters.
- Die Fensterbänder
- Die Fensterbänder sind ein mögliches Angriffsziel, aber nicht die Hauptschwachstelle; diese liegt in der Glasfläche selbst.
DIN EN 1627Dazu nachlesen →Frage 12: Wie viele Grundarten von Gefahrenmeldeanlagen (GMA) werden in der Sicherheitstechnik grundsätzlich unterschieden?
- A)Drei: Einbruch-, Brand- und Videoüberwachungsanlagen
- B)Zwei: Einbruch- und Brandmeldeanlagen
- C)Vier: Einbruch-, Überfall-, Brand- und Störmeldeanlagen
- D)Fünf, einschließlich Zutrittskontrollsystemen
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Richtige Antwort: C) Vier: Einbruch-, Überfall-, Brand- und Störmeldeanlagen
Grundsätzlich werden vier Arten von Gefahrenmeldeanlagen unterschieden: Einbruchmeldeanlagen, Überfallmeldeanlagen, Brandmeldeanlagen und Störmeldeanlagen.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Drei: Einbruch-, Brand- und Videoüberwachungsanlagen
- Videoüberwachung zählt nicht zu den vier GMA-Arten; stattdessen gehört die Überfallmeldeanlage dazu.
- Zwei: Einbruch- und Brandmeldeanlagen
- Es fehlen die Überfall- und die Störmeldeanlage; insgesamt sind es vier Grundarten.
- Fünf, einschließlich Zutrittskontrollsystemen
- Zutrittskontrollsysteme zählen nicht zu den Gefahrenmeldeanlagen; es bleiben vier Grundarten.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 13: Was bedeutet die "Zwangsläufigkeit" als wichtiges Merkmal einer normgerechten Gefahrenmeldeanlage?
- A)Die Anlage löst automatisch aus, sobald die Stromversorgung ausfällt
- B)Die Anlage meldet jeden Alarm zwangsläufig an die Polizei
- C)Die Anlage lässt sich erst scharf schalten, wenn der erforderliche Sicherheitszustand besteht (z. B. alle Fenster geschlossen)
- D)Die Anlage kann nur von einer einzigen berechtigten Person scharf geschaltet werden
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Richtige Antwort: C) Die Anlage lässt sich erst scharf schalten, wenn der erforderliche Sicherheitszustand besteht (z. B. alle Fenster geschlossen)
Zwangsläufigkeit bedeutet, dass sich die Anlage erst scharfschalten lässt, wenn der erforderliche Sicherheitszustand besteht, z. B. wenn tatsächlich alle Fenster geschlossen sind.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Die Anlage löst automatisch aus, sobald die Stromversorgung ausfällt
- Das beschreibt eher eine Störmeldefunktion, nicht die Zwangsläufigkeit, die das Scharfschalten an den erreichten Sicherheitszustand koppelt.
- Die Anlage meldet jeden Alarm zwangsläufig an die Polizei
- Zwangsläufigkeit betrifft das Scharfschalten selbst, nicht den Meldeweg eines bereits ausgelösten Alarms.
- Die Anlage kann nur von einer einzigen berechtigten Person scharf geschaltet werden
- Das ist eine mögliche organisatorische Zugriffsregel, aber keine Definition der Zwangsläufigkeit.
DIN VDE 0833-3Dazu nachlesen →Frage 14: In einem Kaufhaus wird nachts eine Vitrine geöffnet und ein daran angebrachter Melder löst sofort Alarm aus, weil er die Erschütterung registriert. Um welchen Meldertyp handelt es sich?
- A)Erschütterungskontakt (Vibrationskontakt)
- B)Magnetkontakt (Reedkontakt)
- C)Passiver Glasbruchmelder
- D)Kapazitiver Feldveränderungsmelder
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Richtige Antwort: A) Erschütterungskontakt (Vibrationskontakt)
Der Erschütterungskontakt (auch Vibrationskontakt) erkennt Erschütterungen, z. B. beim Öffnen einer Vitrine, und löst dabei Alarm aus.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Magnetkontakt (Reedkontakt)
- Der Magnetkontakt reagiert auf das Öffnen eines Kontakts durch fehlenden Magneteinfluss, nicht auf Erschütterung.
- Passiver Glasbruchmelder
- Der passive Glasbruchmelder erfasst die Schallwellen beim Glasbruch, nicht die mechanische Erschütterung eines geöffneten Möbelstücks.
- Kapazitiver Feldveränderungsmelder
- Der kapazitive Feldveränderungsmelder reagiert auf Annäherung an ein aufgebautes elektrisches Feld, nicht auf Erschütterung.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 15: Ein Melder sendet Ultraschallwellen aus und registriert Alarm, sobald sich durch eine Bewegung im Raum die Frequenz der reflektierten Wellen ändert. Um welchen Meldertyp handelt es sich?
- A)Infrarotschranke
- B)Ultraschallbewegungsmelder
- C)Mikrowellenrichtstrecke
- D)Körperschallmelder
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Richtige Antwort: B) Ultraschallbewegungsmelder
Der Ultraschallbewegungsmelder sendet Ultraschallwellen aus und empfängt reflektierte Wellen; ändert sich deren Frequenz durch eine Bewegung, wird Alarm ausgelöst.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Infrarotschranke
- Die Infrarotschranke arbeitet mit einem unterbrochenen Lichtstrahl zwischen Sender und Empfänger, nicht mit Ultraschall und Frequenzänderung.
- Mikrowellenrichtstrecke
- Die Mikrowellenrichtstrecke sendet einen gerichteten Frequenzstrahl und löst bei Unterbrechung aus, nicht durch Frequenzänderung reflektierter Ultraschallwellen.
- Körperschallmelder
- Der Körperschallmelder überwacht Schallwellen von Angriffswerkzeugen an Tresorwänden, nicht Bewegungen per Ultraschallreflexion.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 16: Worin unterscheidet sich eine Überfallmeldeanlage (ÜMA) grundsätzlich von einer Einbruch- oder Brandmeldeanlage?
- A)Sie benötigt keine Stromversorgung
- B)Sie ist keine automatische Gefahrenmeldeanlage, sondern wird durch manuelle Betätigung ausgelöst
- C)Sie überwacht ausschließlich Außenflächen von Gebäuden
- D)Sie darf nur von der Polizei installiert werden
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Richtige Antwort: B) Sie ist keine automatische Gefahrenmeldeanlage, sondern wird durch manuelle Betätigung ausgelöst
Überfallmeldeanlagen sind keine automatischen Gefahrenmeldeanlagen; sie ermöglichen es Personen, im Gefahrenfall durch manuelle Betätigung einen Notruf abzusetzen.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Sie benötigt keine Stromversorgung
- Falsch – auch eine ÜMA braucht wie jede Gefahrenmeldeanlage eine Stromversorgung mit Notstromoption.
- Sie überwacht ausschließlich Außenflächen von Gebäuden
- Das beschreibt eher die Außenhautüberwachung einer Einbruchmeldeanlage, nicht die Funktion einer ÜMA.
- Sie darf nur von der Polizei installiert werden
- Es gibt keine solche Beschränkung auf die Polizei bei der Installation von ÜMA.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 17: Welcher – heute nicht mehr neu installierte – Rauchmeldertyp enthielt zwei durch einen Stromkreis verbundene Metallplättchen, von denen eines eine schwache radioaktive Strahlenquelle trug?
- A)Ionisationsmelder
- B)Streulichtmelder
- C)Thermomaximalmelder
- D)Thermodifferenzialmelder
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Richtige Antwort: A) Ionisationsmelder
Der historische Ionisationsmelder enthielt zwei durch einen Stromkreis verbundene Metallplättchen, eines mit schwacher radioaktiver Strahlenquelle; dringt Rauch ein, sinkt der messbare Ionenstrom und löst Alarm aus. Wegen der radioaktiven Quelle und strahlenschutzrechtlicher Vorgaben ist heute der optische Streulichtmelder der Standard – er kommt ganz ohne radioaktives Material aus.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Streulichtmelder
- Der Streulichtmelder ist die heute übliche, strahlungsfreie Bauart – nicht die historische Bauart mit radioaktiver Strahlenquelle.
- Thermomaximalmelder
- Der Thermomaximalmelder reagiert auf eine feste Temperaturschwelle, nicht auf Rauch über Ionisation, und enthält keine radioaktive Strahlenquelle.
- Thermodifferenzialmelder
- Der Thermodifferenzialmelder reagiert auf einen Temperaturanstieg pro Zeiteinheit und hat nichts mit Metallplättchen oder radioaktiver Strahlenquelle zu tun.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 18: Ein Wärmemelder ist z. B. auf einen Temperaturanstieg von 2 °C pro Minute eingestellt und soll unabhängig vom absoluten Temperaturniveau auslösen. Um welchen Meldertyp handelt es sich?
- A)Thermomaximalmelder
- B)Ultraviolett-Flammenmelder
- C)Passiver Infrarotflammenmelder
- D)Thermodifferenzialmelder
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Richtige Antwort: D) Thermodifferenzialmelder
Der Thermodifferenzialmelder reagiert auf einen vorher eingestellten Temperaturanstieg pro Zeiteinheit, z. B. 2 °C pro Minute, im Gegensatz zum Thermomaximalmelder, der bei einer festen Temperaturschwelle auslöst.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Thermomaximalmelder
- Der Thermomaximalmelder löst erst bei einer festen, absoluten Temperaturschwelle aus, unabhängig von der Anstiegsgeschwindigkeit.
- Ultraviolett-Flammenmelder
- Der Ultraviolett-Flammenmelder reagiert auf UV-Strahlung flackernder Flammen, nicht auf einen Temperaturanstieg pro Zeiteinheit.
- Passiver Infrarotflammenmelder
- Der passive Infrarotflammenmelder erfasst die Infrarotstrahlung einer Flamme, nicht die Anstiegsgeschwindigkeit der Temperatur.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 19: Welche Brandklasse umfasst Brände fester Stoffe, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen (z. B. Holz, Kohle, Textilien)?
- A)Brandklasse B
- B)Brandklasse C
- C)Brandklasse D
- D)Brandklasse A
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Richtige Antwort: D) Brandklasse A
Brandklasse A umfasst Brände fester Stoffe, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen, z. B. Holz, Kohle, Stroh oder Textilien.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Brandklasse B
- Brandklasse B betrifft flüssige oder flüssig werdende Stoffe wie Öle oder Benzin, nicht feste Stoffe wie Holz.
- Brandklasse C
- Brandklasse C betrifft Gase wie Propan oder Acetylen, keine festen Stoffe unter Glutbildung.
- Brandklasse D
- Brandklasse D betrifft Metallbrände wie Aluminium oder Magnesium, nicht Holz, Kohle oder Textilien.
BrandklassenDazu nachlesen →Frage 20: Welcher Handlungsgrundsatz gilt für die Brandbekämpfung durch Sicherheitspersonal?
- A)Bekämpfen, Melden, Retten
- B)Retten, Bekämpfen, Melden
- C)Melden, Retten, Bekämpfen
- D)Melden, Bekämpfen, Retten
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Richtige Antwort: C) Melden, Retten, Bekämpfen
Als Handlungsgrundsatz für die Brandbekämpfung gilt ausdrücklich: Melden, Retten, Bekämpfen – die sofortige Meldung dient der Eigensicherung und der schnellen Alarmierung von Hilfskräften.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Bekämpfen, Melden, Retten
- Bekämpfen darf nicht vor dem Melden stehen: Ohne sofortige Meldung fehlt dir Rückendeckung, und die Feuerwehr wird nicht alarmiert, bevor du eingreifst.
- Retten, Bekämpfen, Melden
- Retten vor Melden lässt die Meldung ausfallen oder verzögert sie – dabei sichert genau die sofortige Meldung dich selbst ab und alarmiert Hilfskräfte.
- Melden, Bekämpfen, Retten
- Nach dem Melden kommt die Rettung von Menschen, nicht die Brandbekämpfung – Menschenleben haben Vorrang vor dem Löschen.
Grundlagen der BrandbekämpfungDazu nachlesen →
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