§34a Prüfungsfragen: Grundzüge der Sicherheitstechnik – Teil 3
55 Übungsfragen zu Grundzüge der Sicherheitstechnik — mit Musterlösung und Erklärung zu jeder Frage. In der schriftlichen IHK-Prüfung entfallen 7 von 82 Fragen (11 Punkte) auf dieses Sachgebiet. Diese Seite zeigt Fragen 41–55 (Teil 3 von 3).
Fragen 41–55 von 55
Frage 41
Zu welcher Meldergruppe gehört der Magnetkontakt (Reedkontakt)?
- A)Elektro-mechanische Melder
- B)Elektro-akustische Melder
- C)Elektro-optische Melder
- D)Elektrische Melder auf kapazitiver Basis
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Richtige Antwort: A) Elektro-mechanische Melder
Der Magnetkontakt arbeitet auf mechanischer Grundlage – er reagiert auf das Fehlen der Magnetwirkung, wenn eine Tür geöffnet wird – und zählt damit zu den elektro-mechanischen Meldern.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Elektro-akustische Melder
- Elektro-akustische Melder wie der Glasbruchmelder werten Schallwellen aus – der Magnetkontakt reagiert dagegen rein mechanisch auf die fehlende Magnetwirkung beim Türöffnen.
- Elektro-optische Melder
- Elektro-optische Melder wie die Infrarotschranke nutzen Lichtstrahlen – der Magnetkontakt arbeitet ohne Optik, rein über einen mechanischen Kontaktschalter im Glasröhrchen.
- Elektrische Melder auf kapazitiver Basis
- Elektrische Melder auf kapazitiver Basis erkennen Feldveränderungen um ein Objekt – der Magnetkontakt misst dagegen mechanisch, ob die Magnetwirkung durch Türöffnung unterbrochen wird.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 42
Ein Sicherheitstechniker soll eine Zaunanlage gegen Durchtrennversuche überwachen. Welcher Meldertyp eignet sich dafür am besten?
- A)Der Ionisationsmelder
- B)Der Thermomaximalmelder
- C)Der Geldscheinkontakt
- D)Der Spanndrahtmelder
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Richtige Antwort: D) Der Spanndrahtmelder
Der Spanndrahtmelder ist speziell zur Überwachung von Zaunanlagen konzipiert: Ein rost- und dehnungsfreier Draht löst bei Berührung oder Durchtrennung Alarm aus. Die anderen genannten Melder dienen anderen Zwecken (Rauch, Wärme, Kassensicherung).
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Der Ionisationsmelder
- Der Ionisationsmelder ist ein Rauchmelder einer Brandmeldeanlage und reagiert auf sinkenden Ionenstrom durch Rauch – er überwacht keine Zaunanlagen gegen Durchtrennung.
- Der Thermomaximalmelder
- Der Thermomaximalmelder löst bei einer festen Temperaturschwelle aus und gehört zur Brandmeldung – für die mechanische Überwachung eines Zauns ist er ungeeignet.
- Der Geldscheinkontakt
- Der Geldscheinkontakt ist ein Überfallmelder für den Kassenbereich, der bei entfernter Abdeckung auslöst – mit der Sicherung von Zäunen hat er nichts zu tun.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 43
Wie funktioniert eine gängige Bauart der Tretleiste als Überfallmelder?
- A)Sie funktioniert nur bei sichtbarem Druck auf einen roten Knopf
- B)Sie ist ausschließlich für den Außenbereich konzipiert
- C)Sie meldet Rauchentwicklung im Kassenbereich
- D)Magnetkontakte in einem festen und einem beweglichen Bauteil lösen bei Betätigung unauffällig Alarm aus
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Richtige Antwort: D) Magnetkontakte in einem festen und einem beweglichen Bauteil lösen bei Betätigung unauffällig Alarm aus
Eine gängige Bauart der Tretleiste enthält in einem festen und einem beweglichen Bauteil Magnetkontakte. Wird die Leiste betätigt, verändert sich das Magnetfeld und löst unauffällig Alarm aus – ideal für die Sicherung von Kassenbereichen.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Sie funktioniert nur bei sichtbarem Druck auf einen roten Knopf
- Die Tretleiste hat keinen sichtbaren roten Knopf – gerade die unauffällige Auslösung über verdeckte Magnetkontakte macht sie als stiller Überfallmelder wirksam.
- Sie ist ausschließlich für den Außenbereich konzipiert
- Die Tretleiste ist nicht auf den Außenbereich beschränkt; sie wird typischerweise innen an Arbeitsplätzen mit Überfallrisiko eingesetzt, etwa an Kassen oder Bankschaltern.
- Sie meldet Rauchentwicklung im Kassenbereich
- Die Tretleiste ist ein Überfallmelder auf mechanischer Basis und hat mit Rauchmeldung nichts zu tun – für Rauch sind eigene Brandmelder zuständig.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 44
Ein Brandmelder soll in einer Werkstatt installiert werden, in der regelmäßig geschweißt wird, sodass oft Schweißrauch in der Luft liegt. Ein Streulichtmelder würde hier häufig Fehlalarm auslösen. Welcher alternative Melder ist für diese Umgebung eher geeignet?
- A)Ein passiver Infrarotflammenmelder ohne Frequenzfilterung
- B)Ein Wärmemelder wie der Thermodifferenzialmelder, der auf Temperaturanstieg statt auf Rauch reagiert
- C)Ein gewöhnlicher Ionisationsmelder ohne weitere Anpassung
- D)Ein Geldscheinkontakt zur Überwachung des Werkstattbereichs
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Richtige Antwort: B) Ein Wärmemelder wie der Thermodifferenzialmelder, der auf Temperaturanstieg statt auf Rauch reagiert
In Umgebungen mit Rauch, Dampf oder Staub lösen Rauchmelder wie der Streulichtmelder leicht Fehlalarm aus. Ein Wärmemelder wie der Thermodifferenzialmelder reagiert dagegen auf einen Temperaturanstieg statt auf Rauchpartikel und ist dort oft besser geeignet. Die endgültige Auswahl des Meldertyps bleibt aber immer eine Frage der fachgerechten Planung, die Brandart, Umgebungsbedingungen und die einschlägigen Vorgaben für Brandmeldeanlagen berücksichtigt.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Ein passiver Infrarotflammenmelder ohne Frequenzfilterung
- Ein Flammenmelder reagiert auf Infrarot- oder Ultraviolettstrahlung von Flammen; ohne Filterung würde er auch durch Schweißfunken und Lichtbögen ausgelöst und ist hier ungeeignet.
- Ein gewöhnlicher Ionisationsmelder ohne weitere Anpassung
- Der Ionisationsmelder reagiert wie der Streulichtmelder auf Rauchpartikel in der Luft und würde durch Schweißrauch ebenso Fehlalarme auslösen wie der ursprüngliche Melder.
- Ein Geldscheinkontakt zur Überwachung des Werkstattbereichs
- Ein Geldscheinkontakt ist ein Überfallmelder für Kassenbereiche und hat keinerlei Funktion zur Branderkennung in einer Werkstatt.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 45
Welche Funktion hat ein Videoumschalter?
- A)Er gibt die Aufnahme einer einzelnen Kamera an mehrere Monitore weiter
- B)Er schaltet mehrere Kameras automatisch oder manuell auf einen Monitor
- C)Er speichert ausschließlich die ersten Bilder nach einer Alarmauslösung
- D)Er druckt ein Monitorbild als Beleg aus
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Richtige Antwort: B) Er schaltet mehrere Kameras automatisch oder manuell auf einen Monitor
Ein Videoumschalter schaltet mehrere Kameras auf einen Monitor, entweder automatisch nach Zeittakt oder manuell – anders als der Videoverteiler, der eine Kamera an mehrere Monitore weitergibt.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Er gibt die Aufnahme einer einzelnen Kamera an mehrere Monitore weiter
- Das beschreibt den Videoverteiler, der eine Kamera an mehrere Monitore weitergibt – der Videoumschalter macht es umgekehrt: mehrere Kameras auf einen Monitor.
- Er speichert ausschließlich die ersten Bilder nach einer Alarmauslösung
- Das ist die Aufgabe des digitalen Bildspeichers, der die ersten Bilder nach einem Alarm sichert – ein Videoumschalter schaltet dagegen laufend zwischen Kameras um.
- Er druckt ein Monitorbild als Beleg aus
- Das leistet der Videoprinter, der ein Monitorbild als Beleg ausdruckt – der Videoumschalter dient dagegen der Bildumschaltung zwischen mehreren Kameras.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 46
Ein Unternehmen möchte, dass eine gesperrte Zutrittskarte sofort an allen Türen des Gebäudes ungültig wird, ohne dass jedes einzelne Lesegerät manuell aktualisiert werden muss. Welche Systemart ist dafür geeignet?
- A)Eine Online-Anlage mit zentral im Zentralrechner hinterlegten Daten
- B)Eine Offline-Anlage mit Daten im jeweiligen Lesegerät
- C)Ein System ausschließlich mit PIN-Code-Eingabe
- D)Ein System ausschließlich mit biometrischer Identifikation
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Richtige Antwort: A) Eine Online-Anlage mit zentral im Zentralrechner hinterlegten Daten
Bei Online-Anlagen sind die Berechtigungsdaten zentral im Zentralrechner hinterlegt, sodass eine Sperrung sofort an allen vernetzten Lesegeräten wirksam wird. Bei Offline-Anlagen sind die Daten dagegen dezentral im jeweiligen Lesegerät gespeichert und müssten einzeln aktualisiert werden.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Eine Offline-Anlage mit Daten im jeweiligen Lesegerät
- Bei Offline-Anlagen liegen die Berechtigungsdaten dezentral in jedem einzelnen Lesegerät – eine Sperrung müsste dort manuell nachgetragen werden, wirkt also nicht sofort überall.
- Ein System ausschließlich mit PIN-Code-Eingabe
- PIN-Code-Eingabe beschreibt nur die Identifikationsmethode, nicht den Speicherort der Daten – ob eine Sperrung sofort überall wirkt, hängt davon nicht ab.
- Ein System ausschließlich mit biometrischer Identifikation
- Auch biometrische Verfahren betreffen nur die Identifikation der Person – entscheidend für die sofortige zentrale Sperrung ist allein, wo die Berechtigungsdaten gespeichert sind.
Grundlagen der SicherheitstechnikDazu nachlesen →Frage 47
Was ist ein Feuerschutzabschluss?
- A)Ein spezielles Feuerlöschmittel
- B)Eine Bezeichnung für Brandmeldeanlagen
- C)Ein Synonym für Rettungswege
- D)Eine selbstschließende Tür, ein Tor oder eine Klappe, die das Durchgehen von Feuer und Rauch verhindern soll
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Richtige Antwort: D) Eine selbstschließende Tür, ein Tor oder eine Klappe, die das Durchgehen von Feuer und Rauch verhindern soll
Feuerschutzabschlüsse sind selbstschließende Türen, Tore, Rollläden oder Klappen in Brandwänden, die das Durchgehen von Feuer und Rauch durch Öffnungen verhindern sollen.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Ein spezielles Feuerlöschmittel
- Ein Feuerschutzabschluss ist ein baulicher Verschluss wie eine Tür oder Klappe, kein Löschmittel – er verhindert das Durchgehen von Feuer und Rauch.
- Eine Bezeichnung für Brandmeldeanlagen
- Feuerschutzabschlüsse sind bauliche Türen, Tore oder Klappen in Brandwänden – Brandmeldeanlagen sind dagegen technische Anlagen zur Branderkennung, keine baulichen Abschlüsse.
- Ein Synonym für Rettungswege
- Rettungswege dienen der Flucht ins Freie, ein Feuerschutzabschluss verhindert dagegen als selbstschließende Tür das Durchgehen von Feuer und Rauch – beides ist nicht dasselbe.
Vorbeugender baulicher BrandschutzDazu nachlesen →Frage 48
Ein Sicherheitsmitarbeiter entdeckt bei seinem Streifengang, dass ein Notausgang mit Lagerkartons zugestellt ist. Wie muss er sich verhalten?
- A)Er setzt seine Tätigkeit fort und trägt die Feststellung erst am Schichtende ins Dienstbuch ein
- B)Er unternimmt nichts, da die Freihaltung von Notausgängen in der Verantwortung des Lagerpersonals liegt
- C)Er sorgt dafür, dass der Notausgang unverzüglich freigemacht wird, und dokumentiert den Vorfall
- D)Er sperrt großräumig den gesamten Gebäudeteil ab, ohne den Notausgang selbst freizuräumen
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Richtige Antwort: C) Er sorgt dafür, dass der Notausgang unverzüglich freigemacht wird, und dokumentiert den Vorfall
Fluchtwege und Notausgänge müssen ständig freigehalten werden, und Notausgänge müssen sich von innen jederzeit ohne besondere Hilfsmittel öffnen lassen (ASR A2.3). Der Sicherheitsmitarbeiter muss den Mangel unverzüglich beheben lassen bzw. selbst beseitigen und den Vorfall dokumentieren, statt ihn erst am Schichtende zu melden.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Er setzt seine Tätigkeit fort und trägt die Feststellung erst am Schichtende ins Dienstbuch ein
- Ein blockierter Notausgang muss unverzüglich freigemacht werden – bis zum Schichtende zu warten, gefährdet im Ernstfall Menschenleben und widerspricht der ständigen Freihaltepflicht.
- Er unternimmt nichts, da die Freihaltung von Notausgängen in der Verantwortung des Lagerpersonals liegt
- Auch wenn der Betreiber für freie Notausgänge verantwortlich ist, gehört ihre Kontrolle zu deinem Streifendienst – du musst für die Beseitigung sorgen und den Mangel dokumentieren, statt wegzusehen.
- Er sperrt großräumig den gesamten Gebäudeteil ab, ohne den Notausgang selbst freizuräumen
- Ein reines Absperren beseitigt die Blockade nicht – der Notausgang muss tatsächlich freigeräumt werden, damit er im Notfall sofort nutzbar ist.
ASR A2.3Dazu nachlesen →Frage 49
Welche vier Voraussetzungen müssen für eine Verbrennung gleichzeitig zusammentreffen?
- A)Nur brennbarer Stoff und Sauerstoff
- B)Nur Sauerstoff und eine Zündquelle
- C)Brennbarer Stoff, Sauerstoff, richtiges Mischungsverhältnis und Zündtemperatur
- D)Brennbarer Stoff, Wasser, Wind und Zündtemperatur
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Richtige Antwort: C) Brennbarer Stoff, Sauerstoff, richtiges Mischungsverhältnis und Zündtemperatur
Eine Verbrennung setzt gleichzeitig einen brennbaren Stoff, Sauerstoff, das richtige Mischungsverhältnis der beiden sowie die erforderliche Zündtemperatur voraus.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Nur brennbarer Stoff und Sauerstoff
- Brennbarer Stoff und Sauerstoff allein reichen nicht – ohne das richtige Mischungsverhältnis und die Zündtemperatur kommt keine Verbrennung zustande.
- Nur Sauerstoff und eine Zündquelle
- Sauerstoff und eine Zündquelle allein genügen nicht – es fehlt der brennbare Stoff selbst und das passende Mischungsverhältnis für eine Verbrennung.
- Brennbarer Stoff, Wasser, Wind und Zündtemperatur
- Wasser und Wind sind keine Verbrennungsvoraussetzungen – sie können eine Verbrennung sogar behindern; entscheidend sind Stoff, Sauerstoff, Mischungsverhältnis und Zündtemperatur.
Grundlagen der BrandbekämpfungDazu nachlesen →Frage 50
In einem Chemielager brennt an einer undichten Leitung austretendes Propangas. Was ist die vorrangige Maßnahme, bevor überhaupt ein Löschversuch unternommen wird?
- A)Sofort mit Wasser löschen, weil Wasser Gasflammen zuverlässig erstickt
- B)Die Flamme mit dem nächstbesten Feuerlöscher angreifen, ohne die Gaszufuhr zu beachten
- C)Nichts unternehmen und abwarten, bis das Gas von selbst verbraucht ist
- D)Alarmieren, Bereich absperren/evakuieren und die Gaszufuhr nur stoppen, wenn das gefahrlos möglich ist
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Richtige Antwort: D) Alarmieren, Bereich absperren/evakuieren und die Gaszufuhr nur stoppen, wenn das gefahrlos möglich ist
Bei einem Gasbrand gilt vorrangig: Alarmieren, Bereich sichern/evakuieren, Zündquellen vermeiden und die Gaszufuhr nur stoppen, wenn das gefahrlos möglich ist. Die sichtbare Flamme wird grundsätzlich nicht gelöscht, solange Gas weiter ausströmen kann, denn unverbrannt austretendes Gas bildet mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch, das sich unkontrolliert und schlagartig entzünden kann. Ein Löschmitteleinsatz erfolgt nur mit dafür gekennzeichneten Mitteln und im Rahmen der betrieblichen Vorgaben, niemals als eigenständiger Erstangriff ohne Zufuhrstopp.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Sofort mit Wasser löschen, weil Wasser Gasflammen zuverlässig erstickt
- Wasser löscht Gasflammen nicht zuverlässig; unabhängig vom Löschmittel bleibt zudem die eigentliche Gefahr bestehen, solange die Gaszufuhr nicht gestoppt ist.
- Die Flamme mit dem nächstbesten Feuerlöscher angreifen, ohne die Gaszufuhr zu beachten
- Wird die sichtbare Flamme gelöscht, ohne dass die Gaszufuhr gestoppt oder zumindest kontrolliert ist, entsteht eine unsichtbare, explosionsfähige Gaswolke – deshalb steht der Zufuhrstopp vor jedem Löschversuch.
- Nichts unternehmen und abwarten, bis das Gas von selbst verbraucht ist
- Untätigkeit ist keine Option – Alarmierung, Absperrung und ein gefahrloser Zufuhrstopp müssen unverzüglich eingeleitet werden.
DGUV Information 205-001Dazu nachlesen →Frage 51
In welcher Reihenfolge sollten Tropf- und Fließbrände gelöscht werden?
- A)Von oben nach unten
- B)Von unten nach oben
- C)Ausschließlich von der Seite
- D)Die Reihenfolge spielt keine Rolle
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Richtige Antwort: A) Von oben nach unten
Tropf- und Fließbrände werden von oben nach unten gelöscht, damit das brennende, herabtropfende Material nicht weiter unten neue Brandherde entzündet.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Von unten nach oben
- Von unten nach oben zu löschen würde brennendes, herabtropfendes Material erst später erreichen und weiter unten neue Brandherde entstehen lassen.
- Ausschließlich von der Seite
- Ein Löschen ausschließlich von der Seite berücksichtigt nicht die Fließrichtung des brennenden Materials nach unten und lässt neue Brandherde darunter entstehen.
- Die Reihenfolge spielt keine Rolle
- Die Reihenfolge ist keineswegs beliebig: Nur von oben nach unten verhindert, dass herabtropfendes brennendes Material neue Brände darunter entzündet.
Grundlagen der BrandbekämpfungDazu nachlesen →Frage 52
Was besagt der Grundsatz, im Funksprechverkehr keine Höflichkeitsfloskeln zu verwenden?
- A)Höflichkeit ist im Funkverkehr grundsätzlich unerwünscht und unhöflich gemeint
- B)Es dient ausschließlich dem Schutz vor Abhörung
- C)Es betrifft nur den Funkverkehr mit der Polizei
- D)Funkgespräche sollen kurz und diszipliniert ablaufen, um den Kanal nicht unnötig zu belegen
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Richtige Antwort: D) Funkgespräche sollen kurz und diszipliniert ablaufen, um den Kanal nicht unnötig zu belegen
Der Verzicht auf Höflichkeitsfloskeln wie "bitte" oder "danke" dient der Funkdisziplin: Gespräche sollen so kurz wie möglich, aber so lang wie nötig sein, damit der Kanal nicht unnötig blockiert wird.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Höflichkeit ist im Funkverkehr grundsätzlich unerwünscht und unhöflich gemeint
- Der Verzicht auf Höflichkeitsfloskeln ist nicht als Unhöflichkeit gemeint, sondern dient der Funkdisziplin, damit Gespräche kurz bleiben und den Kanal nicht blockieren.
- Es dient ausschließlich dem Schutz vor Abhörung
- Der Grundsatz zielt in erster Linie auf kurze, disziplinierte Gespräche, nicht primär auf Abhörschutz – dafür gelten andere Regeln wie das Vermeiden sensibler Daten.
- Es betrifft nur den Funkverkehr mit der Polizei
- Die Regel gilt für jeden Funksprechverkehr im Sicherheitsdienst, nicht nur für Gespräche mit der Polizei.
Grundsätze des FunksprechverkehrsDazu nachlesen →Frage 53
Ein Sicherheitsmitarbeiter befindet sich innerhalb einer stählernen Lagerhalle und kann plötzlich weder senden noch empfangen, obwohl das Funkgerät einwandfrei funktioniert. Was ist die wahrscheinlichste Ursache und die naheliegende Abhilfe?
- A)Ein Defekt der Rauschunterdrückung, der nur in der Werkstatt behoben werden kann
- B)Eine grundsätzliche Störung des gesamten Funknetzes
- C)Ein Funkschatten durch die Stahlkonstruktion – ein Standortwechsel schafft meist Abhilfe
- D)Eine leere Batterie, die sich durch lauteres Sprechen kompensieren lässt
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Richtige Antwort: C) Ein Funkschatten durch die Stahlkonstruktion – ein Standortwechsel schafft meist Abhilfe
Stahlkonstruktionen können einen Funkschatten verursachen, in dem Senden und Empfangen kaum oder gar nicht möglich ist. Da das Gerät selbst einwandfrei funktioniert, schafft meist ein Standortwechsel Abhilfe.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Ein Defekt der Rauschunterdrückung, der nur in der Werkstatt behoben werden kann
- Das Gerät funktioniert einwandfrei – ein Defekt der Rauschunterdrückung würde das nicht erklären; die Ursache liegt in der abschirmenden Stahlkonstruktion selbst.
- Eine grundsätzliche Störung des gesamten Funknetzes
- Eine generelle Netzstörung würde auch andere Standorte betreffen – hier liegt die Ursache lokal in der abschirmenden Stahlkonstruktion, nicht im gesamten Funknetz.
- Eine leere Batterie, die sich durch lauteres Sprechen kompensieren lässt
- Eine leere Batterie lässt sich nicht durch lauteres Sprechen ausgleichen – und das Gerät funktioniert hier einwandfrei; die Ursache ist der Funkschatten der Stahlhalle.
Grundsätze des FunksprechverkehrsDazu nachlesen →Frage 54
Welche Informationen benötigt ein Mitarbeiter in der Alarm- und Einsatzzentrale unter anderem für seine Tätigkeit?
- A)Alarmpläne mit Handlungsabläufen und zu alarmierenden Stellen
- B)Ausschließlich die private Telefonnummer der Geschäftsführung
- C)Nur die Bedienungsanleitung der Kaffeemaschine
- D)Ausschließlich Informationen zu Urlaubsplänen der Kollegen
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Richtige Antwort: A) Alarmpläne mit Handlungsabläufen und zu alarmierenden Stellen
Mitarbeiter in der Leitstelle benötigen u. a. Alarmpläne mit den erforderlichen Handlungsabläufen und den zu alarmierenden Personen oder Stellen, Hinweise zur Bedienung technischer Einrichtungen sowie Adress- und Telefonverzeichnisse.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Ausschließlich die private Telefonnummer der Geschäftsführung
- Die private Telefonnummer der Geschäftsführung allein reicht nicht aus – benötigt werden vor allem Alarmpläne, Handlungsabläufe und Verzeichnisse der zu alarmierenden Stellen.
- Nur die Bedienungsanleitung der Kaffeemaschine
- Die Bedienungsanleitung einer Kaffeemaschine gehört nicht zu den einsatzrelevanten Informationen einer Leitstelle – gefragt sind Alarmpläne, Gefahrenstellen und Gefahrstoffdaten.
- Ausschließlich Informationen zu Urlaubsplänen der Kollegen
- Urlaubspläne der Kollegen sind für die Einsatzarbeit der Leitstelle irrelevant – entscheidend sind Alarmpläne, Bedienungshinweise und Adress- sowie Telefonverzeichnisse.
Grundlagen der LeitstellenarbeitDazu nachlesen →Frage 55
In einer Leitstelle geht eine Bombendrohung ein. Über welche Mittel kann die Belegschaft gewarnt werden?
- A)Ausschließlich über eine E-Mail-Rundmail ohne Zeitdruck
- B)Z. B. über Betriebsfunk, Telefon, Personenrufanlagen, Lautsprecheranlagen oder Räumungssignalgeber
- C)Nur durch persönliches Abgehen jedes einzelnen Büros
- D)Die Belegschaft wird bei Bombendrohungen grundsätzlich nicht informiert
Lösung & Erklärung anzeigen
Richtige Antwort: B) Z. B. über Betriebsfunk, Telefon, Personenrufanlagen, Lautsprecheranlagen oder Räumungssignalgeber
Bei Bombendrohungen oder Katastrophenfällen muss die Belegschaft mit geeigneten, vorher festgelegten Mitteln gewarnt werden können, etwa über Betriebsfunk, Telefon, Personenrufanlagen, Lautsprecheranlagen, Räumungssignalgeber oder Gegensprechanlagen.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen
- Ausschließlich über eine E-Mail-Rundmail ohne Zeitdruck
- Eine E-Mail-Rundmail ohne Zeitdruck ist bei einer Bombendrohung zu langsam – gefordert sind schnelle, vorher festgelegte Mittel wie Betriebsfunk oder Lautsprecheranlagen.
- Nur durch persönliches Abgehen jedes einzelnen Büros
- Jedes Büro einzeln persönlich abzugehen dauert bei einer Bombendrohung zu lange – schnellere, vorher festgelegte Warnmittel wie Personenrufanlagen sind dafür vorgesehen.
- Die Belegschaft wird bei Bombendrohungen grundsätzlich nicht informiert
- Die Belegschaft grundsätzlich nicht zu informieren widerspricht der Pflicht, bei Bombendrohungen mit geeigneten, vorher festgelegten Mitteln zu warnen.
Grundlagen der LeitstellenarbeitDazu nachlesen →
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